Scrum ist für die meisten Entwickler längst kein Fremdwort mehr. Immer mehr Unternehmen setzen Projekte mittlerweile mit der agilen Projektmanagement-Methode um. Doch obwohl der Ansatz in der Softwareentwicklung inzwischen weit verbreitet ist, wird immer wieder versäumt, andere Elemente in den Prozess zu integrieren – leider oft zum Nachteil des entwickelten Produkts. Ein Beispiel hierfür ist das User Experience Design, das, wenn es richtig eingesetzt wird, entscheidend zum Erfolg einer Anwendung beitragen kann.

Liebe auf den ersten Blick: Wie sich User für Produkte gewinnen lassen
Wie sagt man so schön: Der erste Eindruck zählt. Was in der Liebe gilt, ist auch bei der Nutzung von Anwendungen nicht zu unterschätzen. Gelingt es nicht, die User direkt zu Beginn von einem Softwareprodukt zu überzeugen, stehen die Chancen für eine langfristige Kundenbindung schlecht. Doch wie schafft man es, User bereits in den ersten Sekunden mit einer App, einer Website oder einen Online-Shop in den Bann zu ziehen? Hierfür ist eine gute User Experience (UX) unabdingbar, denn sie entscheidet darüber, ob User eine Anwendung gerne nutzen. Große Namen wie Apple, Netflix, Uber oder auch Airbnb zeigen, wie eine gelungene User Experience zum weltweiten Erfolg führen kann. Doch obwohl UX ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz eines Softwareprodukts ist, laufen die Gestaltung des User Experience Designs und der Scrum-Prozess der Entwicklung häufig getrennt voneinander ab.

Fehlende Kommunikation führt zu Frust auf allen Seiten
In vielen Fällen wird das UX Design schon vor dem eigentlichen Entwicklungsprozess erstellt und das fertige Konzept dem Entwicklungsteam vorgelegt. Dieses muss dann nicht nur das Design-Konzept verstehen, sondern es auch interpretieren, um es letztendlich zum Leben erwecken zu können. Sehr oft gibt es hier schon keinen direkten Austausch mehr zwischen den Entwicklern und den UX Designern. So kommt es leicht zu Missverständnissen, weil Informationen fehlen und Elemente des UX Designs oder des fertigen Endprodukts falsch verstanden werden. Letztendlich führt dies zu Frustration auf allen Seiten, denn die Entwickler fühlen sich fehlverstanden und die UX Designer sind enttäuscht darüber, dass die App nicht wie gewünscht umgesetzt wurde.

Agiles User Experience Design als Schlüssel zum Erfolg
Um dies zu verhindern, muss das UX Design bereits während der Entwicklung von Anwendungen in den agilen Prozesses einbezogen werden. Werden agiles User Experience Design und moderne Softwareentwicklung miteinander kombiniert, steht einem erfolgreichen Produkt, das nicht nur funktioniert, sondern von Usern auch gerne verwendet wird, nichts mehr im Weg.

Doch worauf muss man achten, wenn UX Design und agile Prozesse Hand in Hand gehen sollen? Mehr Informationen dazu gibt es bald im zweiten Teil dieses Blogbeitrags.

Heidi Oltersdorff

Heidi ist bei diva-e seit mehr als zwei Jahren als Consultant im Projektmanagement tätig, mit Schwerpunkt im Bereich E-Commerce-Lösungen. In der Rolle des Product Owners unterstützt sie die agile Umsetzung von Software-Entwicklungen mit Fokus auf optimaler User Experience. Alle Autoren anzeigen

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