Im Zeitalter der digitalen Transformation wird von erfolgreichen Unternehmen verlangt, dass sie echte digitale Innovationen umsetzen. Dabei ist nicht von etablierten Systemen wie ERP die Rede, sondern von Innovation in gänzlich neuen Technologiefeldern, die erst in den letzten Jahren entstanden sind.

Kurzer Rückblick

Bereits seit langer Zeit verwenden Unternehmen Softwaresysteme für die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse, die sie damit optimieren und managen. Zuerst waren es ERP-Systeme (Enterprise-Resource-Planning), die bereits in den 1970er Jahre Anwendung fanden. Danach kamen sukzessive weitere Anwendungsfelder dazu, wie CRM, Onlineshops, usw. Heute entstehen neue Technologien und Anwendungsdomänen aber noch viel schneller.

Wo stehen wir heute?

Durch die rasante Entwicklung neuer digitaler Technologien und Trends wird der Bedarf nach echter digitaler Transformation in den Unternehmen immer größer, denn die Beherrschung neuer Technologien wird heute auch für traditionelle Unternehmen immer mehr überlebenswichtig. Jede neue Technologie öffnet dabei quasi einen neuen Raum, in dem man „Gold schürfen“ kann.

Schnell kommt so das Gefühl auf, dass es für Unternehmen im 21. Jahrhundert darum geht, den Kampf um grandiose neue Geschäftsideen, die Goldminen unserer Zeit, zu gewinnen und sie als Erster für sich auszuschlachten. Geschäftsmodellen wie der Warenlieferung per Drohne, der virtuellen Anprobe von Kleidung mittels VR-Technologie oder der Entwicklung von IoT (Internet of Things), die Lösungen auf Grundlage von internetfähigen Geräten bereitstellen, steht damit nichts mehr im Weg. Die einzige Herausforderung, die dann noch bleibt, ist den Glücksgriff vor der Konkurrenz zu schaffen und neue Geschäftsmodelle schnell und flexibel umzusetzen, um im Goldrausch die Mitbewerber hinter sich zu lassen.

Wie können Microservices dabei helfen?

Microservices ermöglichen neue Software-Infrastrukturen und haben viele Eigenschaften, die es braucht, um neue digitale Geschäftsmodelle zu verwirklichen. Dies hat mehrere Gründe: Da sie über einen überschaubaren Funktionsbereich verfügen, sind sie einfach und schnell zu entwickeln. Zudem sind sie aufgrund ihrer geringen Komplexität leicht anzupassen und zu skalieren. Ein weiterer Pluspunkt liegt in der Cloudfähigkeit der Microservices, weil sie somit sehr schnell global ausgerollt und produktiv gemacht werden können. Zudem sind sie in der Lage, durch ihre Dienste bestimmte Prozesse abzubilden und eine externe Steuerung über verschiedene Schnittstellen anzubieten.

Fazit: Wenn im Unternehmen neue digitale Geschäftsideen anstehen, muss schnell nach effektiven Lösungen zur Umsetzung gesucht werden. Microservices können dabei helfen, ohne den bereits bestehenden Services im Weg zu stehen. Hierbei kann auch eine andere Programmiersprache verwendet werden, um die Microservice Architektur flexibler zu gestalten.  Microservices bieten damit die ideale Grundlage für den digitalen Goldrausch.

Mehr Trends und Tipps rund um digitale Transformation im aktuellen Blueprint.

Andreas Mihm

Andreas leitet das Chapter Application Development und koordiniert damit viele fachliche Innovationen und den Wissenstransfer rund um Softwareentwicklung, Cloudtechnologien und andere IT-Trends. Er hat langjährige Erfahrung als Systemarchitekt und Entwickler in zahlreichen Projekten und ist auch für die Ausbildung und Koordination unserer Studenten verantwortlich. Alle Autoren anzeigen

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